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Was jetzt - und sowieso - beim Vögelfüttern gilt; außerdem ALLES über Hecken, eine Igel-Geschichte und ein Rabattcode für Wildsträucher. |
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???? Aus aktuellem Anlass: Vogelgrippe und Füttern
Zur Vogelgrippe bekomme ich viele Fragen: Darf ich noch füttern? Sind Gartenvögel gefährdet? Die gute Nachricht: Singvögel sind bislang kaum betroffen; sondern eher Wasservögel, allen voran die Kraniche. Aber wir wissen seit Corona, dass Viren mutieren und Wirte wechseln können; außerdem haben Singvögel eigene Krankheiten. Die finden zwar weniger Beachtung, weil sie sich oft nicht auf Nutztiere ausweiten, und der Schaden nicht ökonomisch ist, sondern "nur" ökologisch.
Deshalb und generell gilt: Futterstellen immer mit großer Umsicht handhaben. Die hohe Dichte an Tieren, Hinterlassenschaften, zu wenig Hygiene und feuchtes, schimmeliges Futter machen auch krank. Darum, wenn ihr füttert: immer nur wenig Futter frisch auslegen, alles regelmäßig saubermachen, auf Feuchtigkeit und Schimmel achten, nur geeignetes Futter auslegen. Sind kranke Vögel im Garten, oder tote, dann sofort die Futterstellen schließen.
Im Detail habe ich das alles im aktuellen Blog-Beitrag auf meiner Website zusammengestellt.
Wichtig: Wasservögel (Enten, Gänse, Schwäne) bitte grundsätzlich NIE füttern, egal ob Vogelgrippe oder nicht. |
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????️ Trübe Tage? Herbstpaket holen
So golden war der Oktober nicht, was Sonnenschein betrifft. Der November scheint sich nicht viel anders darstellen zu wollen. Was macht man, wenn es draußen trüb ist? Es sich drinnen gemütlich. Damit ihr die Sofa-Zeit nicht mit Doom-Scrolling oder dem Halloween-Angebot im Fernsehen verbringen müsst, habe ich meine Website neu sortiert: Ihr findet jetzt alle Artensprechstunden auf einer Seite und übersichtlich sortiert. Die Artensprechstunden sind jeweils ein bildschöner und unterhaltsamer Online-Vortrag von mir zu einem Aspekt der Artenvielfalt von Ameisen bis Wühlmäuse loswerden. Dazu ein EBook und einen Frage-Chat, für alles, was ihr wissen wollt.
Für den Herbst empfehle ich die Ausgaben "Igeln helfen, aber richtig", "Vögel füttern im Garten und am Balkone" und "Laub ist Liebe".
Damit es euch leichtfällt, die Artensprechstunden zu buchen, gibt es diese drei Folgen als Herbstpaket zum Sonderpreis.
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Reinschauen lohnt sich in jedem Fall: Zu jeder Ausgabe gibt es ein kostenloses PDF dazu, umsonst und für alle, zu einem wichtigen Aspekt des jeweiligen Themas. Zum Reinschnuppern. |
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???? Ab in die Hecke: Glow-up des Monats
Bevor ihr es euch mit Laptop, Vortrag und EBook auf dem Sofa gemütlich macht: bitte hier weiterlesen. Jetzt geht es nämlich ab in die Hecke. ... übrigens das Beste, was ihr für Vögel und andere Wildtiere tun könnt – auch ohne Futterstellen: Hecken und Wildsträucher pflanzen. Auch jetzt im späten Herbst. Gerade jetzt.
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???? Hecken und Wildsträucher: eine gute Hecke ist wie ein ganzer Garten
Hecken sind Gestaltungselemente im Garten. Im wahren Leben sind sie viel mehr: Wege für Tiere, Autobahnen der Arten. Mit ein bisschen Patchwork bei der Pflanzenauswahl und guter „Verzierung“ können Hecken das auch im Garten sein.
Dass Hecken hauptsächlich in Parks und Gärten vorkommen, liebevoll ausgewählt und exakt in Form gebracht werden, ist relativ neu. Eigentlich sind Hecken typisch für unsere Landschaft, sie wuchsen entlang von Flüsschen, an Wegen und vor Waldstücken. Sie waren Jagdrevier und Nahrungsquelle für Tausende Tierarten. In Hecken leben Spitzmäuse, Waldeidechsen, Erdkröten und viele Schnecken; und viele Vögel: Spatzen, Rotkehlchen, Meisen sowie seltenere Arten wie Braunkehlchen oder Heckenbraunelle. Sie schätzen Brutplätze und mittelhohe Äste als Ansitz für die Insektenjagd. Igel sind typische Heckentierchen, finden darin Fressen und Unterschlupf; im Winter sammelt sich im Saum Laub und wird zu einem warmen Bett. Auch Zitronenfalter und Hummelköniginnen lieben Hecken als Winterquartier. Feldhasen schätzen das Kräuterangebot im Saum, Rebhühner fühlen sich dort wohl. Entlang der grünen Korridore wandern Tiere bequem von Lebensraum zu Lebensraum, große Arten direkt, kleine generationenweise.
Klar, solche Hecken sind nicht das gleiche wie eine rechtwinklig gestutzte Thuja-Front, die mit viel Dünger, Pflanzenschutzmitteln und Energie in Form gehalten wird. Im Patchwork-Garten könnt ihr euch leicht ein Stück wilde Hecke holen. Der Bonus für uns: günstiges Kleinklima, Windbremse, Staub- und Lärmschutz.
Wichtig aus Sicht der Artenvielfalt ist Vielfalt. Gehölze wie Weißdorn oder Eberesche sind altbekannt – und für die Tierwelt Gold wert. Hasel und Holunder ernähren Hunderte Arten direkt und indirekt. Besonders toll macht es das Pfaffenhütchen.
Wie man hier sieht: |
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Dieses Bild ist eine der zauberhaften Illustrationen aus meinem neuen Buch. Es erscheint Anfang des neuen Jahres, ihr könnt es jetzt schon vorbestellen.

Ich bitte sehr darum: Je mehr Vorbestellungen – in eurer Lieblingsbuchhandlung, beim Online-Händler oder direkt bei mir – desto besser die Sichtbarkeit. Das Buch ist ideal für alle, die ihren Garten mit wenig Arbeit artenreich und vorzeigbar gestalten wollen. Mit dem Patchwork-Prinzip ist man fein raus. |
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Noch mehr empfehlenswerte Arten: Berberitze mit knallroten Beeren, Eberesche, Faulbaum, Felsenbirne, Kornelkirsche. Nicht zu vergessen der Liguster: intensiver Duft, viele Insekten, schwarze Früchte als Winterfutter (für Menschen giftig). Für den immergrünen Look sind auch Wacholder, Strauch-Efeu oder Eibe Alternativen. Immergrün ist gut, denn es bietet ganzjährig Verstecke und Nistplätze. Auch Besenginster und Schwarzwerdender Geißklee sind für trockene, warme Standorte bestens geeignet.
Wichtig bei der Auswahl: Rund ums Jahr sollte immer etwas grünen, blühen, fruchten und Blätter für Insekten bieten. Exoten, an deren Blättern niemand frisst, sind optisch gefällig, für die Artenvielfalt aber das Gegenteil
Damit euch das Pflanzen leichtfällt, habe ich meiner lieben Kollegin von Kräutergarten Urban wieder einen Rabattgutschein abgeschwatzt. Mit dem Code krautundbuecher5 bekommt ihr fünf Prozent auf alle ihre Wildsträucher. Nur solange der Vorrat reicht - klar. |
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Mehr Infos zum Thema Hecken findet ihr auch in meinem Buch Mein Garten – mehr Arten.

Dort sind alle "Glow-ups des Monats" versammelt: von Lichtsauberkeit bis zum Regenspeicherbeet. Die Serie in meinem Newsletter ist damit auch zu Ende. Für das nächste Jahr denke ich mir dann etwas neues aus. |
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Ausführlich geht es im Buch "Mein Garten - mehr Arten" auch ums Roden: Wenn ihr alte, unpassende Hecken habt - Thuja, Kirschlorbeer o.ä. möchte man ja vielleicht ersetzen durch etwas artenvielfaltsfreundliches. Dann ist jetzt rechtlich die richtige Jahreszeit. Ich empfehle es nicht tabula rasa auf einen Schlag machen, sondern jedes Jahr ein Stück. Und dann gleich nachpflanzen. Dann bleibt immer ein bisschen Deckung und Gestrüpp und der nächste Teil wird erst dann gestutzt, wenn das Neue schon ein bisschen nachgewachsen ist.
Wohin mit gerodeten Sträuchern? Macht Asthaufen, Totholz, Hackschnitzelwege. Bitte nicht in die Biotonne, nicht verbrennen, nicht zum Wertstoffhof. Was im Garten passiert, bleibt im Garten. Das spart Dünger, Insektenhotels, Dämmmaterial und Stress mit Nervensägen wie Blattläusen und Co. Und bares Geld. Laub, Rückschnitt und Co. sind Nährstoffe, Wärme und Wohnraum. |
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Vom Heckenhaufen bis zur Trockenmauer: Was ihr mit "Gartenabfällen" alles tolles machen könnt, groß, klein, wild, stylisch, lest ihr in meinem Buch "Haufenweise Lebensräume". Jede Menge Projekte mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Varianten für jeden Garten und Geschmack und jede Menge Hintergrundinformationen zum Garten voller Tiere.
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Ein häufiges Argument gegen Wildstrauchhecken: Arbeit, vor allem Schnitt. Aus Sicht der Pflanzen müssen Hecken nicht geschnitten werden, dürfen aber – Stück für Stück, nach und nach. In freier Wildbahn sorgen Wildtiere für Verbiss, die Sträucher treiben neu aus und werden dichter. Genau das könnt ihr simulieren. Pieksige Gesellen wie Wildrosen, Schlehen und Weißdorn gehören in die Hecke. In solchem Gestrüpp finden Vögel und kleine Säuger schnell Zuflucht, auch wenn Marder oder Sperber unterwegs sind – und wenn Nachbars Katze vorbeikommt.
Bitte nicht alles an einem Wochenende. Besser sanft wie ein Reh: Stück für Stück, nur das Nötigste. In Bäumen und Sträuchern brüten nicht nur Vögel ab dem Frühjahr; im Winter schlafen dort Tiere. Eichhörnchen im Kobel, Igel unten im Gebüsch. Schmetterlingsraupen, Hummelköniginnen und Fledermäuse haben dort Quartiere.
Schnittgut kann an den Heckenfuß, dann erfüllt es Sinn und die Nährstoffe bleiben im System. Oft wird unter Hecken wöchentlich gemäht oder freigeschnitten, es entsteht ein nackter Pflegestreifen. Besser: Unterwuchs zulassen. Oder selbst an den Start bringen. Gut eignen sich oft Walderdbeeren, Maiglöckchen, Gräser, Storchschnabel, Frauenmantel, Schneeglöckchen, Blausternchen, Winterlinge oder Taubnesseln.
Ganz ausführlich erkläre ich das in meinem Buch "Selbst ist die Pflanze", und nicht nur für "unter die Hecke", sondern auch für Grünflächen, Baumscheiben, Wegbegleitgrün, Schattenplätze und viele Stellen im Garten mehr. Und: für alle, die weniger viel lesen wollen, sondern lieber sofort loslegen gibt es ein EBooklet dazu: "Lass das mal die Blumen machen", eine lange, sortierte Liste selbstständiger Arten, systematisch mit allem Wichtigen.
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???? Wildnis-Schild – Zeichen setzen
Wildsträucher wachsen lassen, nur nach Bedarf schneiden, alles stehen und liegen lassen – für Tiere ist das ein Paradies. Für die Nachbarschaft oder den Kleingartenvorstand sieht es aber schnell nach „ungepflegt“ aus. Genau dafür gibt es mein Wildnis-Schild. Es macht sichtbar, dass es bewusste Absicht für mehr Artenvielfalt ist. Gerade jetzt im Herbst, wenn der Garten besonders wild wirkt, ist der perfekte Zeitpunkt für das Zertifikat. |
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Kennt ihr Gärten oder Balkone, die so ein Schild verdient hätten? Dann teilt die Aktion gerne weiter. Ich habe euch ein Plakat entworfen – zum Ausdrucken, für den Kleingartenverein, zum Posten oder für den WhatsApp-Status. |
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???? Und sonst so?
Ich lerne gerade viel auf dem Weg von der Artenschützerin zur Geschäftsfrau: Lieferzeiten, Personalmangel bei Firmen, Produktfehler, endlose Rückspracheschleifen. Danke für eure Geduld. Die Nistkästen kommen im November, die Samentütchen aus dem Crowdfunding sind auch in Arbeit. Ich hoffe, sie sind bis Weihnachten noch da.
Aus den monatlichen Nicht-Gartenarbeiten auf Instagram wird auch eine Artensprechstunde. Daran arbeite ich gerade. Es wird auch dazu ein EBook geben und einen persönlichen Gartenkalender als PDF zum Free-Download.
Vielleicht wird das "Not-to-Do" das Monatsthema hier im Newsletter, mal sehen.
Es wird noch zwei Igel-Vorträge geben, einmal online und einmal analog: am 20. November, 19:30–21:00 Uhr, VHS Gütersloh. Anmeldung: vhs@guetersloh.de
Und wenn ihr schon einen meiner Vorträge gehört habt, dann kennt ihr vielleicht die Vorlese-Geschichte: "Der Igel spricht Klartext". Auf vielfachen Wunsch habe ich diese kleine Geschichte als PDF aufbereitet und zum Download auf die Website gestellt.
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Und zum Schluss: Mal was anderes als Schneegkugeln mit Glitzer: Schneekugeln mit Laub.

Nicht für die Ewigkeit, aber wunderschön. Blätter, Früchte, Blüten sammeln, ins leere Glas, mit Wasser und etwas Öl auffüllen (dann verwirbelt es gut und die Blättchen sinken langsam), fertig. Mit einer kleinen Spielfigur und Deko noch schöner – perfekt für trübe Nachmittage, verbunden mit einem kleinen Spaziergang.
Die Schneekugeln sind eine von fünfzig DIY-Ideen aus meinem EBook: DIY Natürlich Kreativ.
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???? Und ganz zum Schluss …
... wünsche ich euch einen ruhigen November. Auch der Mensch ist im Biorhythmus auf weniger eingestellt, nicht nur Garten und Natur. Dem darf man nachgeben. In der Dezember-Ausgabe geht es dann darum, was sich die Tiere wirklich wünschen – und wie wir helfen können. Denn auch wenn es hier und heute viel ums Vogelfüttern ging: Schlafen und Ruhe ist im Winter oft wichtiger als Fressen. Das Überleben der meisten Tiere entscheidet sich an Verstecken und Rückzugsorten: Laub, Totholz, Staudenreste, Hecken. Wer im Herbst weniger aufräumt, sorgt nebenbei dafür, dass natürliches Futter erhalten bleibt. Für alle, die wach bleiben und fressen müssen.
Sigrid |
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