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Warum Wildnisgärten nicht wild aussehen müssen, sondern es auf die inneren Werte ankommt. Und warum Wildnisgärtnern auf dem Balkon auch geht. Und überall sonst. |
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Wildnisgärtnern? - Los gehts!
Wahrscheinlich habt ihr das Wort „Wildnisgärtnern“ schon öfter bei mir gelesen. Oder: Ihr seid durch meine Beiträge auf Instagram übers Wildnisgärtnern in diesem Newsletter gelandet.
... und fragt euch: Ist dieses Wildnisgärtnern vielleicht etwas für mich? Ist es wirklich was für mich? Ist mein Garten nicht zu klein? Muss ich dafür alles umkrempeln? Gibt das Ärger mit den Nachbarn? Geht es auch auf dem Balkon?
Dann ist dies hier genau für euch.
Wildnisgärtnern heißt nicht, den Garten sich selbst zu überlassen, "verwildern" oder "verwahrlosen" lassen. Wildnisgärtnern in meinem Sinne meint, Teile zu lassen wie sie sind und sich entwickeln zu lassen, wie sie es tun werden. Eine Ecke hinterm Kompost. Laub unter Sträuchern liegen lassen. Stauden, die bis ins Frühjahr stehen bleiben dürfen. Fallobst, das nicht sofort vernichtet wird.
Weil in solcher „Wildnis“ ohne (ökologisch kurzsichtiges) menschliches Eingreifen Prozesse ablaufen können, die vielleicht gar niemand kennt, aber die seit ewigen Zeiten existieren und die immens wichtig sind.
Hummelköniginnen nutzen alte Mauselöcher. In Laubschichten überwintern Insekten. Blattläuse – ja, genau die – sind Nahrungsgrundlage für viele andere Tiere. Das Plankton des Gartens.
Aus einer „vergessenen“ Ecke entsteht plötzlich ein kleines funktionierendes Ökosystem.
Mit vielen Vorteilen nicht nur für die Artenvielfalt:
Ein großer Vorteil ist nicht nur der sofort spürbar größere Artenreichtum. Sondern im Wildnis-Garten erspart man sich viel außerdem viel Arbeit, die sonst Pflichtprogramm sind: Düngen, Umgraben, Jäten, Stutzen, Vertikutieren, Rückschnitt. Die Natur nimmt einem viel davon ab – und belohnt uns außerdem: Pflanzen werden robuster, die Vielfalt nimmt zu, Schädlinge halten sich gegenseitig in Schach. Und es gibt Studien, die belegen, dass mehr Vögel oder Schmetterlinge in der Umgebung die Menschen zufriedener machen, und zwar ähnlich stark wie eine Gehaltserhöhung. Je wilder der Garten, desto mehr Arten werden kommen. Und zwar nicht nur die üblichen Gartenvögel an oder die Mauerbienen im Insektenhotel. Sondern Distelfinken, Igel, Rosenkäfer, Heupferdchen oder Kamelhalsfliegen, Eichelbohrer oder Mauswiesel. Wenn wir unser grünes Wohnzimmer mit Wildnis-Ecken einrichten, erschaffen wir nicht nur eine Arche für die Artenvielfalt, sondern auch eine Oase für die Seele. |
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Und ja, Wildnisgärtnern, das geht auch auf dem Balkon.
Im neuen Blogbeitrag "Einstieg ins Wildnisgärtnern" habe ich das ausführlich beschrieben – mit Beispielen für Garten und Balkon und ganz konkreten kleinen Ideen, um sofort zu starten.
Denn: Ihr müsst nicht "alles umstellen". Nein. Fangt einfach mit dem an, was euch anlacht. Macht es mit Hortensien, aber lasst auch Brennnesseln stehen. Mäht den Rasen kurz, aber lasst das Moos drin. Wildnis ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Es gibt kein Ganz oder Gar nicht, jedes bisschen zählt. |
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Viele von euch sind beim Wildnisgärtnern schon weiter als ihr denkt. Und manche von euch sind echte Wildnis-Profis.
Wenn es um mein Wildnisschild "Ausgezeichnet für Artenvielfalt" geht, höre ich oft: „Also dazu fühlen wir uns noch nicht wild genug.“ Oder: "Ich habe nur einen kleinen Garten. Da kann ich mich bestimmt nicht zertifizieren lassen".
Erstmal: Wildnis ist kein Wettbewerb. Ich habe das Schild nicht als Prüfung ins Leben gerufen. Sondern als Anerkennung für wilde Gärten und Balkone für ihr Wirken zum Artenschutz. Und auch als Zeichen nach außen: damit klar ist, Wildnisgärtnern ist keine "Schlamperei", sondern richtig und wichtig. Damit sich Sehgewohnheiten ändern, das was "als in Ordnung" gilt.
Wildnis ist in Ordnung.
Es geht nicht um Perfektion. Es reicht im Rahmen eurer Möglichkeiten. Und die sind unterschiedlich – ob großer Garten auf dem Land, Kleingarten oder Balkon. Ihr könnt auch mit einem Hinterhof teilnehmen, einer Grabstelle. Und wenn ihr in einem Kleingarten mit strengen Regeln gärtnert - dann ist das auch kein Hindernis.
Mein Vorschlag, wenn ihr interessiert und unsicher seid: macht den Wildnis-Check: Das ist ein kleines PDF mit ein paar Hände voll Fragen und Antworten zum Ankreuzen. Zur Selbsteinschätzung. Danach seht ihr ganz klar, wie wild euer Garten oder Balkon ist; und ob die Wildnis wild genug ist für das Zertifizierungsverfahren.

Die Checkliste ist wirklich kurz, und als kleine Belohnung ist darin noch ein 7-Euro-Gutschein enthalten, den ihr euch auf die Zertifizierungsgebühren anrechnen lassen könnt. |
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Wenn ihr euch jetzt denkt, „so ein Schild wäre toll" - dann erkläre ich euch wie ihr mein Wildnis-Schild bekommen könnt.
Einfach kaufen könnt ihr meine Schilder nicht. Warum nicht? Es kommt vor, dass Menschen meinen, ein Komposthaufen und ein Wildbienenhotel auf dem Rasen würde ihren Garten zum Wildnis-Garten machen. Aber das ist keine Wildnis in meinem Sinne. Ein bisschen mehr darfs schon sein. Und ich möchte, dass „meine“ Wildnis nur drauf steht, wo auch echte Wildnis drin ist.
So ist der Ablauf ganz konkret:
Wenn ihr mitmachen wollt, geht ihr in meinen kleinen Onlineshop und legt euch das Zertifizierungspaket in den Warenkorb. Enthalten sind der Fragebogen mit Inspirationen, Vision Board, Fotoanleitung und allen Infos; plus die Option, ein Schild zu bekommen.
Nach dem Bezahlen erscheint direkt der Downloadlink. Sollte das nicht klappen, schreibt mir bitte eine Mail an redaktion@krautundbuecher.de. Ich schicke euch das Paket dann persönlich zu.
Nehmt euch Zeit, soviel ihr wollt, es gibt keine Deadline. Füllt das Workbook in Ruhe aus, direkt im Dokument oder auf den ausgedruckten Seiten und schickt es mir per Mail (als PDF) oder per Post (als Kopie).
Ich werte dann alles aus – ganz ohne strenge Bewertung.
Wenn euer Garten oder Balkon ausreichend wild ist, bekommt ihr das Wildnisschild per Post. Und wenn wider erwarten der Garten noch nicht „wild genug“ ist? Dann bekommt ihr eine ehrliche Rückmeldung und Tipps. Ihr könnt später noch einmal mit neuen Fotos und Antworten teilnehmen – ohne noch mal zu bezahlen. |
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Wildnis in meinen Büchern
Vielleicht wollt ihr gar kein Schild. Das ist auch völlig okay :-)-
Vielleicht wollt ihr einfach nur mehr Wissen zum Wildnisgärtnern. Dann seid ihr hier im Newsletter schon sehr richtig, hier bekommt ihr immer jahreszeitlich passend und tagesaktuell das passende Thema geliefert.
Oder: ihr lest euch selbst ein. Wozu schreibe ich auch Bücher? Jeder Titel hat seinen Schwerpunkt, aber um Artenvielfalt und Wildnis geht es immer.
"Patchwork-Gärtnern": Patchwork-Gärtnern könnte auch Stück-für-Stück-Gärtnern heißen, fleckenweise. Weder wird im Garten tabula rasa gemacht, noch soll er verwildern. Nach dem Motto „Nicht alles auf einmal“ wird die Hecke nur stückweise geschnitten, im Rasen Wieseninseln wachsen gelassen, Stauden nur portionsweise gestutzt und an Wegrändern Säume wachsen gelassen. So haben Käfer, Bienen, Schmetterlinge, Eidechsen, Spitzmäuse oder Igel nicht nur schützendes Blätterdach, sondern auch ein wahres Schlaraffenland für die Nahrungssuche. Dieses Buch führt in ein Gärtner-Prinzip ein, für das man nicht viel lernen oder Regeln kennen muss – aber es gibt jede Menge kreative Inspirationen für die Gestaltung einzelner Gartenbereiche, für mehr Artenvielfalt und Gartengenuss. Wildnis undercover.
"Friede den Maulwürfen!": Bösewichte und Plagen im Garten – und wie wir mit ihnen klarkommen: Unterhaltsam, mit viel Input. Hier sprechen die Tiere und Pflanzen selbst und räumen auf mit typischen Garten-Mythen – und erklären, warum viele „Problem“-Tiere und -Pflanzen im Garten funktionierende Wildnis sind.
Selbst ist die Pflanze: Einfach gärtnern – wie Samen sich verbreiten und den Garten gestalten: Zeigt, wie Pflanzen sich selbst ausbreiten, behaupten, vermehren, mit Tieren kooperieren. Und warum wir ihnen dabei nicht dauernd „helfen“ müssen. Und es auch nicht sollten.
Haufenweise Lebensräume: Ein Lob der Unordnung im Garten: Was viele als „Unordnung“ sehen, ist in Wahrheit für viele Arten ihr Universum. Mit ganz verschiedenen Laub-, Ast-, Stein- und Totholzhaufen – wild oder „schick“ – können wir unseren Garten zu so einem Universum werden lassen. Und nie wieder Stress damit haben, Garten-„Abfälle“ loswerden zu müssen.
Mein Garten – mehr Arten: 12 Projekte für blütenreiches Grün einfach, tierfreundlich, klimafest: Ein praktisches Projekt-Buch für sofort mehr Artenvielfalt und Klimafestigkeit im Garten und am Balkon. Mit vielen Wildnis-Tipps, Artenporträts und einfachen Maßnahmen, die den Garten wilder machen – ohne dass er wild aussieht.
Nahrungsnetze für Artenvielfalt: Ein Buch vom Fressen und Gefressenwerden: Dieses Buch zeigt die Zusammenhänge hinter den Kulissen: Wer frisst wen? Wer wohnt wie, wie kooperieren die Tiere und wie hängt alles mit allem zusammen? Einmal quer durch den Garten, mit vielen Tipps für mehr Wildnis. |
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Alle Bücher gibts überall, wo es Bücher gibt. Oder direkt in meinem kleinen Online-Shop. Dann schreibe ich euch auch gerne eine Widmung rein. |
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????Und sonst so?
… suche ich gerade aus, welches das nächste Buch des Monats wird und woraus ich euch Auszüge und Bilder hier vorstelle. Ich denke, es wird "Selbst ist die Pflanze" sein, das passt perfekt, weil es jetzt endlich wieder losgeht mit grünen und Blühen.
...wollte ich euch noch darauf hinweisen, dass ich alle erschienen Ausgaben der KrautundBücher-News im Archiv sammle. Unter diesem Link kommt ihr hin:
https://krautundbuecher.de/archiv-newsletter/
Solltet ihr also mal eine Ausgabe verpasst haben oder noch nicht lange dabei sein und neugierig seid, dann könnt ihr dort immer alles nachlesen. |
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Und zum Schluss: Noch mal was zum Thema Nistkästen aus der letzten Woche. Dort hatte ich euch gezeigt, wie aus einem einfachen Kasten ein richtiges Dornröschenschloss wird. Hier bekommt ein Futterhäuschen ein Klimadach. 
Noch viel mehr Ideen für ökologisch-preiswertes DIY in meinem EBook: DIY Natürlich Kreativ.
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???? Ganz zum Schluss
Und ganz zum Schluss: freue ich mich schon sehr darauf, den nächsten Newsletter zu schreiben. Da wird es grün und bunt, es geht um Glockenblumen statt Geranien und was das Beste ist, was ihr mit Aushub beim Pflanzen oder sonstigem Buddeln machen könnt: Einen Grassoden-Haufen.
Sigrid |
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