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Warum Wasser im Garten nicht nur schön ist, sondern wichtig für die Artenvielfalt - und warum es auch stinken und gammeln darf. |
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Nie zu wenig, nie zu viel
Nie zu wenig Wasser im Garten, aber auch nie zu viel. Schön wärs, oder? Eigentlich ist es doch eher so: Monatelang fällt kaum Regen, das Gießen wird zur Daueraufgabe, manchmal sogar zur Kostenfrage. Und dann wieder: Starkregen, Sturzbäche, aufgeweichte Böden, graubrauner Matsch im Winter. Es ist ein ständiges Hin und Her, der Klimawandel machst noch wankelmütiger.
Zaubermittel gibt es wie immer nicht: aber Möglichkeiten. Einen Garten zu haben, der mit diesen Schwankungen umgehen kann. Der auch dann noch grün ist, wenn es lange trocken war. Und der nicht gleich überfordert ist, wenn plötzlich viel Wasser kommt.
Wasser im Garten bedeutet außerdem nicht nur, dass die Pflanzen versorgt sind. Ein Garten mit Wasser ist kühler im Sommer, ausgeglichener im Winter - wie eine kleine Klimaanlage direkt vor dem Schlafzimmerfenster. Ein Garten mit Wasser ist lebendiger. Mehr Vögel, mehr Insekten, mehr Leben.
Aber: Ein Gartenteich, ein Zisterne?! Das kostet Zeit, Geld, braucht Know-How und gehört in die Hände von Profis. Hier und heute bekommt ihr Vorschläge und genaue Anleitungen für verschiedene Projekte, die sich mit null bis vertretbarem Budget stemmen lassen, die in zwei Minuten fertig sind oder maximal ein Gartenwochenende brauchen. |
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Miniteich, Regenbeet, Sumpfecke & Co
Das Regenbeet: nimmt Wasser auf, speichert es und gibt es langsam wieder ab, lässt sich reichhaltig bepflanzen und sieht immer gut aus.
Der Miniteich: eine Wanne, ein Kübel reichen, es gibt tolle Pflanzen auch für diese Mini-Fläche und es klappt auch auf dem Balkon.
Die Sumpfecke: macht wenig Arbeit, außer angelegt zu werden; dann darf sie machen, was sie will.
Über diese drei Projekte habe ich schon einen langen Blog-Beitrag geschrieben, mit Pflanzenauswahl und Sicherheitshinweisen. Auf den ich hiermit verweise. |
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Es gibt dazu auch ein ausführliches EBooklet in meinem kleinen Online-Shop, auf das ich auch verweisen möchte. |
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Denn: ich möchte den Platz hier nutzen und ein neues Garten-Wasser-Projekt, das mir sehr am Herzen liegt heute ausführlich vorstellen : Die Jauche-Pfütze. |
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Für alle Schwebfliegen-Fans unter euch: die Jauche-Pfütze ist ein absolutes Musthave.
Klares Wasser, hübsche Pflanzen, sauberer Duft – alles schön. Aber nicht jede wertvolle Wasserstelle im Garten muss hübsch und vorzeigbar sein. Auch wo es schlammt und müffelt und wir Menschen denken „Oha“ ist es für manche Insekten gerade erst perfekt. Bestimmte Schwebfliegen zum Beispiel mögen genau solche nährstoffreichen, sauerstoffarmen Minigewässer für den Nachwuchs. Ihre Larven leben gern und gut in dieser „Suppe“ und werden wegen ihres langen Atemrohrs auch Rattenschwanzlarven genannt. Auch verschiedene andere Fliegenarten fühlen sich von Jauche und Schlamm angezogen.
Das braucht ihr:
• ein Gefäß: alter Eimer, Topf, Vase, Schüssel
• organisches Material wie Pflanzenschnitt, Stängel, Laub,
• einen eher diskreten Standort, der nicht direkt neben Sitzplatz oder Haustür liegt (es riecht wirklich nicht unbedingt gut); idealerweise in der Nähe von Blüten, die von den erwachsenen Schwebfliegen gefressen werden können: Wilde Möhre, Schafgarbe, oder auch Giersch und Löwenzahn, im Frühling Obstbaumblüten, im Herbst Efeu
• Wasser
• Stock oder ähnliches als Ausstiegshilfe
• etwas Geduld und die Bereitschaft, ein Gartenprojekt nicht schön finden zu müssen
So geht’s:
Stellt das Gefäß an einen Platz, an dem es euch nicht stört, wenn es zeitweise riecht oder etwas wild aussieht. Gebt einige Händevoll organisches Material hinein, so dass der Boden gut bedeckt ist, das Gefäß vielleicht bis zu einem Viertel gefüllt. Ihr müsst dabei nicht exakt arbeiten. Es geht nicht wirklich um ein Rezept, sondern darum, Pflanzenmaterial im Wasser verfaulen zu lassen. Dann lasst ihr alles stehen. Gereinigt wird nicht. Umgerührt auch nicht. Der Jauchetopf lebt gerade davon, dass er sich selbst überlassen bleibt. Das Wasser wird trüb, es riecht vielleicht etwas streng, an der Oberfläche bilden sich Schlieren, und genau dann wird es interessant: für die Schwebfliegen. |
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Übrigens: Das EBooklet habe ich ergänzt und aktualisiert, Für alle, die das EBooklet noch nicht gekauft haben, es aber jetzt kaufen: Die Jauche-Pfütze ist dort jetzt als Projekt enthalten. Und alle, die "nur" die alte Version haben: das Projekt Jauche-Pfütze ist auch im Blog ganz ausführlich beschrieben und für alle jederzeit nachzulesen. |
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Aber: Kommen dann nicht viele Mücken?
Ja – und nein. Mückenlarven und andere Kleinstlebwesen wie Flohkrebse zum Beispiel können sich in wenigen Tagen bis Wochen vom Ei bis zum Eierlegen entwickeln, und das auch schon in einer Pfütze. Das stimmt. Die meisten Larven enden aber als Futter für Vogelküken, Libellen, Fledermäuse, bevor sie zum fertigen Insekt geworden sind. Je naturnäher euer Garten, desto mehr potentielle Mückenfresser beherbergt er. Auch Wespen mögen und brauchen Mücken. |
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Wildnis-Tipp der Woche
Wenn ihr ein Regenbeet oder eine Sumpfecke anlegt, oder irgendein anderes Buddelprojekt in der Mache habt, stellt sich oft die Frage: Was ist mit dem Aushub?
Auch daraus könnt ihr ganz einfach einen neuen Lebensraum bauen: einen Grassoden-Haufen.
Ihr braucht nur den Aushub und optional noch Steine oder Totholz. Könnt ihr ordentlich stapeln und schichten oder einfach aufeinanderhäufen. Die oberste Schicht Grassoden wird mit dem Kopf - also dem Gras - nach unten geschichtet. Dann könnt ihr warten, was so wächst oder es auch mit Samen und Ablegern bestücken. Es dauert nur ein paar Tage und ihr könnt die ersten Spinnen sehen, Käfer, Ameisen, vielleicht auch Wildbienen und Erdwespen, die sich da umschauen, ob es sich zu leben, zu nisten und zu jagen lohnt. (Lohnt sich.) In meinem Haufen versteckt sich immer auch ein Molch - bevor ich ihn fotografieren kann. |
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????Und sonst so?
… bin ich dabei den "Wildnisbereich" auf meiner Website zu "relaunchen". Bald gibts das Wildnis-Zertifizierungsschild ein Jahr und das ist ein guter Anlass. An einem Konzept für ein Buch übers Wildnisgärtnern sitze ich auch schon. Seid also gerne gespannt, ich halte euch hier auf dem Laufenden. |
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Und zum Schluss: eine Idee für alle, die Löwenzahn lieben. Mit ein bisschen Trickserei bleibt die Pusteblume euch rund ums Jahr erhalten.

Noch viel mehr Ideen für ökologisch-preiswertes DIY in meinem EBook: DIY Natürlich Kreativ.
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???? Ganz zum Schluss
Bei der Sielmann-Stiftung steigt gerade wieder die Wahl zum "Gartentier des Jahres". Der aktuelle Titelträger ist noch der Gartenschläfer und wenn ihr hier schon länger dabei seid, dann wisst ihr, dass Gartenschläfer zu meinen Lieblingstieren gehören. Bevor er also abdankt, stelle ich euch nächste Woche ihn und seine Kollegen noch mal ausführlich vor. Und meinen Favoriten unter den potenziellen Nachfolgern natürlich auch.
Macht gerne mit, es gibt auch Gewinne,
Sigrid |
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