Warum Schlafen im Winter (fast) wichtiger ist als Fressen, für unsere Gartentiere zumindest; und warum am 15. Dezember (fast) Bestellschluss ist. |
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Wenn ihr an Tiere im Winter denkt, habt ihr wahrscheinlich zuerst die Vögel am Futterhaus vor Augen: Meisen, die schimpfend aneinandergeraten, Spatzen, die im Schnee landen, einmal picken und wieder weiterfliegen.
Für die meisten Tiere entscheidet sich das Überleben im Winter aber nicht an einer Handvoll Körner, sondern an Schlafplätzen, Rückzugsorten und Lebensräumen. Viele Arten fressen in der kalten Jahreszeit gar nichts mehr, sondern ziehen sich in Winterruhe oder Winterschlaf zurück. Sie verkriechen sich im Boden, kuscheln sich in Laubnester und schalten den Körper auf Energiesparmodus. Jede Art hat dabei ihre eigene Strategie: Igel, Fledermäuse und Gartenschläfer sind im tiefen Winterschlaf, Eichhörnchen gehen im warm gepolsterten Kobel in Winterruhe und holen sich ab und zu Nüsse und andere Snacks. Maulwürfe ziehen ein Stockwerk tiefer, da wo der Boden frostfrei ist und noch Insekten und Co herumkreuchen. Vögel werden entweder zu Körnerfressern oder fliegen der Sonne hinterher - nicht weil sie es warm haben wollen, sondern weil sie nicht von Insekten auf Körner umstellen können und da sein wollen, wo noch Insekten fliegen. Auch manche Schmetterlinge fliegen in den Süden. Andere verkriechen sich im Laub oder überdauern den Winter als Ei oder Puppe.
Mehr dazu könnt ihr im aktuellen Blogbeitrag lesen: "Winterstrategien der Gartentiere" |
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Schlafen oder in den Süden, das alles machen die Tiere nicht aus Bequemlichkeit, sondern um irgendwie die harte, kalte, dunkle, hungrige Jahreszeit zu überleben. Das ist nicht einfach, in der heutigen Zeit weniger denn je. Wo wir Menschen es ihnen unnötig schwer machen.
Das Beste, was ihr für sie tun könnt, ist deshalb kein zusätzlicher Aufwand, sondern eher ein Weglassen: weniger aufräumen, weniger Laub entsorgen, weniger Hecken schneiden, weniger Staudenbeete „aufräumen“. Laub, Totholz, Staudenreste und Hecken sind die Winterkleidung eures Gartens, und gleichzeitig auch Produktionsstätte für unzählige Insekten, mit denen sich im Frühjahr wieder Igel, Vögel und ihre hungrigen Kinder versorgen können.
Wenn die Gartentiere einen Wunschzettel schreiben würden, dann stünde darauf sicher: Wildnis. Natürlich hat jede Art, jedes Tier noch ein paar speziellere Wünsche. Wenn ihr mir auf Instagram folgt, dann habt ihr in den vergangenen Tagen jeden Tag den Wunschzettel eines anderen Tieres lesen können.

Woher ich all die Wünsche kenne? Eine Legende besagt, dass die Tiere in den Tagen um Weihnachten reden können. Ich habe sie gefragt, belauscht und zugehört :-)
Ich kann das. Für mein Buch "Friede den Maulwürfen" habe ich schon einmal Tiere zum Sprechen gebracht. Darin allerdings vor allem die sogenannten „Nervensägen“: Maulwürfe, Elstern, Wühlmäuse, Nacktschnecken, Zecken, Mücken und Waschbären. Um zu zeigen: Die als schädlich geltenden Tierarten sind nicht von Natur aus „böse“. Sie haben alle ihre Rolle im Ökosystem.
Allerdings – Zecken und Mücken wollen wir wohl kaum etwas zu Weihnachten schenken. Für Haustiere geben Menschen hingegen gerne viel Geld aus. Auch beliebte Wildtiere wie Igel, Wildbienen und Vögel bekommen Geschenke und spezielles Futter: Kiloweise Körner, Katzenfutter und Mehlwürmer, hübsch dekorierte Vogelbrunnen, handgetöpferte Krötenkugeln, Hummelhäuser, Florfliegenfächer und Igelhäuschen mit Rattenklappe und Namensschild – es gibt kaum etwas, das es nicht gibt.
Dagegen sage ich nichts. Schenken macht Freude.
Aber auf dem "echten" Wunschzettel stehen andere Dinge. |
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Wie das so ablief, das Wunschzettel-Schreiben der wilden Gartentiere?
"Stellen wir uns vor: Es ist eine kalte Winternacht, Frost liegt auf den nackten Ästen und übriggebliebenen Stauden. Im Haus sind die Festvorbereitungen abgeschlossen. Tee dampft auf dem Tisch, Geschenke werden verziert und das Essen vorbereitet. Oder die Koffer werden gepackt – für alle, die die Feiertage im Urlaub oder bei Verwandten und Freunden verbringen wollen.
Doch draußen, im Garten, versammeln sich die eigentlichen Bewohner dieses Ortes. Für sie ist es an der Zeit, ihre Wünsche klar und deutlich zu äußern. Wie gesagt: Ich habe sie darum gebeten aber alles läuft ein wenig anders ab, als ihr es vielleicht aus einem Disney-Weihnachtsfilm kennt. Weniger romantisch, weniger bombastisch. Es sind nur wenige Tiere gekommen. Eine Spitzmaus, zwei Meisen, ein wuseliger Haufen Spinnenkinder in einem Kokon. Die sind aber eher da, weil der Kokon halt hier hängt im Gestrüpp. Ein Eichhörnchen wühlt im Laub nach seinen Wintervorräten. „Irgendwo hier müssen doch noch ein paar Nüsse versteckt sein…“, murmelt es. „Ich will nur schnell was essen und dann wieder ins Bett. „Wie unpassend so was jetzt zu machen, im Winter!“ meckern die Meisen. „Könnten die Menschen nicht die Sommersonnenwende wählen für ihren Esoterik-Bums? Jetzt schlafen die meisten von uns oder sind gleich ganz in den Süden abgehauen.“
Ein großer Teil der Tiere befindet sich tatsächlich in der Winterruhe und hat sich gar nicht gemuckst auf meine Anfrage. Ein paar lassen sich vielleicht per „Zoom“ zuschalten. Wenn sie nicht verpennen. Und andere haben eine Mail geschickt. Der Igel zum Beispiel."
Im Stil von Friede den Maulwürfen habe ich das Gespräch der Tiere untereinander "nachvollzogen". Die ganze Geschichte vorlesen lassen könnt ihr euch in der Sonder-WINTER-Ausgabe der Artensprechstunde, da gibts dann auch schöne Bilder dazu und ein kleines EBook.

Am Ende hält das Eichhörnchen noch eine kleine Rede, die möchte ich hier noch ergänzen. Als das Wort zu Weihnachten, sozusagen.
Das Eichhörnchen klettert auf die Balkonbrüstung: „Liebe Menschen, wenn ihr uns all diese Wünsche erfüllt, dann schenkt euch selber etwas.“ „Erwähn das mit den Studien“, zischt die Spitzmaus, „ganz viele von denen glauben immer nur Fakten; und Studien sagen, dass Menschen alles glauben, wenn es Studien dazu gibt.“ Das Eichhörnchen fährt fort: „Tatsächlich gibt es Studien, die belegen, dass zum Beispiel mehr Vogelarten in der Umgebung die Menschen zufriedener machen. Bei der Zahl der Schmetterlingsarten ist es nicht anders. Oder bei Blumenarten.“ „Erwähn das Geld! Geld ist Menschen sehr wichtig“, flüstert die Spitzmaus. Das Eichhörnchen fängt noch mal an: „Liebe Menschen, wenn ihr uns Tieren etwas Gutes tut, dann habt ihr selbst viel Gutes davon. Tatsächlich gibt es Studien, die belegen, dass mehr Vogelarten oder Schmetterlingsarten oder blühende Blumen im Umfeld Menschen zufriedener machen und zwar ähnlich stark, wie eine Gehaltserhöhung. Andersherum ist eine schwindende Artenvielfalt schlecht für die Psyche.“ „So wie eine Gehaltskürzung“, ergänzt die Spitzmaus. Wenn ihr euer grünes Wohnzimmer der heimischen Tierwelt zur Verfügung stellt, schafft ihr nicht nur eine Oase für viele Arten. Sondern eine Oase für eure Seele.“ „Und eine Bitte noch von allen, liebe Menschen. Wenn ihr jetzt in den Garten schaut und denkt: „Diese wilde Ecke da unter dem Baum, an der Hecke, das ganze Laub und der Dreck – das müssen wir nach den Feiertagen noch mal richtig in Ordnung bringen“, denkt daran, wer dort lebt, wohnt und frisst. Oder Winterschlaf macht. Denkt an uns. An die Tiere, die ihr eben persönlich kennen gelernt habt. Die Spitzmaus, die im wilden Heckensaum wuselt. Der Zitronenfalter, der im Gebüsch auf seinen winterlichen Auftritt wartet. Das Eichhörnchen, die Spinnenkinder, die Meisen und die goldäugige Erdkröte. Und an all die vielen anderen Arten, deren Namen ihr nicht kennen müsst. Freuet euch, dass sie da sind. Ein Gartenparadies, das ein Tierparadies sein darf, ist auch ein Menschenparadies.“
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Die Deadline: Was es mit dem 15. Dezember auf sich hat.
Der 15. Dezember ist meine persönliche Deadline für Weihnachts-Bestellungen verschicken – die letzte Chance, bei der ich mit einigermaßen gutem Gewissen sagen kann, dass eure Bestellungen rechtzeitig ankommt. DHL brauchen jetzt schon sehr lange. Je nachdem, wie viele Bücher ihr bestellt, muss ich auch noch mal bei den Verlagen nachbestellen, das kommt dann nicht mehr an.
Das ist der EINE Grund. Der ZWEITE Grund ist meine Bequemlichkeit.
Ich habe die Nistkästen-Vorbestellungen aus dem Crowdfunding verschickt – mehr als 200 Pakete. Selbst der Paketshop war beeindruckt. Mehr als die Hälfte der Kisten und Kästen ist damit schon unters Gartentiervolk gebracht.
Den Rest möchte ich nicht dauerhaft im Flur stehen haben (auch wenn der Flur groß ist…).

Spätestens nächste Woche räume ich die Reste erstmal in den Keller. Alles, was ihr jetzt bestellt, muss ich nur einmal anfassen und kann es direkt zum Paketmann bringen – nicht in den Keller und wieder hochholen.
Und damit ihr motiviert seid, gibt es bis zum 15. Dezember 5 Euro Rabatt auf jedes Wildtierhäuschen. |
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Alles, was ihr danach bestellt, bearbeite und verschicke ich natürlich auch, aber ohne Garantie, dass es noch rechtzeitig zu den Feiertagen ankommt. Und "zwischen den Tagen" bin ich dann auch im Ferienmodus.
Was immer geht: die EBooks und digitalen Produkte wie die Artensprechstunde. Und für den "Notfall" der Geschenk-Gutschein.

Ihr könnt damit alles verschenken, was es in meinem KrautundBücher-Shop gibt: Wildnisschild, EBooks, Bücher - und Wildtierhäuschen (so lange der Vorrat reicht).
Den Gutschein könnt ihr euch downloaden, zum Ausdrucken und Ausfüllen oder auch fürs interaktive online-Ausfüllen und direkt Weiterversenden. Den Gutscheincode bekommt ihr direkt nach dem Kauf geschickt und könnt ihn eintragen. |
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Und sonst so?
... habe ich beim Nistkasten-Packen entdeckt, dass ein großes Wildtierhaus genau ein kleines „schluckt“: ohne Extra-Karton, ohne Füllmaterial, ohne Mehraufwand. Das war eine Freude für meinen inneren Monk.

Und: es spart Ressourcen, Zeit – und deshalb gibt es die Kombi jetzt als Wildnis-Duo zum günstigeren Set-Preis. Noch mal günstiger an diesem Wochenende, weil ja Anti-Feiertagsstress-Rabatt-Wochenende ist.
... hatte ich auf Instagram beim "Wunschzettel der Gartenvögel" den wichtigen Tipp, das ungeputzte Fenster der beste Schutz vor Unfällen sind. Weniger Hausarbeit, mehr Artenreich. Dazu kamen viele Anmerkungen und Fragen und ich möcht es hier auch noch mal erwähnen: Glasklare Scheiben werden von Vögeln nicht erkannt. Sie sehen darin den Himmel, die Landschaft oder einfach „freie Flugbahn“ – und fliegen mit voller Geschwindigkeit dagegen. Die gute Nachricht: Ihr müsst nichts kaufen. Nichts montieren. Es gibt Sachen, Stifte, Aufkleber, manche sind gut, manche nicht so, Geld und Zeit kostet sie alle. Die einfachste Schutzmaßnahme ist tatsächlich: Fenster nicht putzen. Eine schlierige, fleckige Scheibe wird von Vögeln deutlich besser wahrgenommen. Das nimmt auch Druck raus, das Haus jetzt vor Weihnachten auf Hochglanz zu bringen, oder?

Wenn doch etwas passiert: Ein Vogel mit Anflugtrauma ist nicht zwangsläufig verloren, oft brauchen sie nur ein paar Momente. So könnt ihr helfen: Sofort aufnehmen und in eine kleine Schachtel setzen; Luftlöcher rein, dunkel halten, nicht füttern. Ruhig stehen lassen, 1–2 Stunden beobachten. Wenn er wieder klar wirkt, draußen in ruhiger Umgebung öffnen. Wenn nicht: Wildvogelstation kontaktieren. |
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Und zum Schluss: Mal was anderes als Lichterketten an der Fichte: Lichterkette in Lampionblumen.

Noch viel mehr Ideen für ökologisch-preiswertes DIY in meinem EBook: DIY Natürlich Kreativ.
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Und ganz zum Schluss …
...wünsche ich euch möglichst entspannte Tage. Mir hat das Nistkasten-Packen viel Spaß gemacht, aber auch Nerven gekostet. Die ungewohnte Action und Arbeit war auch eine gute Ablenkung vom trüben Winterwetter. Jetzt muss ich mich erstmal wieder in die Schreibtischarbeit einfinden und in die zusätzlichen To-Dos vorm Jahresende. Aber: Bald ist Wintersonnenwende! Dann wird es langsam wieder heller, und in der nächsten Ausgabe der KrautundBücher-News geht es dann auch schon in Richtung Neues Jahr: Der Jahreskalender der NICHT-Gartenarbeiten ist fertig. Den stelle ich euch natürlich vor.
Sigrid |
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