Warum Vogelhäuschen nicht nur fürs Brüten gut sind - und nicht nur für Vögel wichtig. Warum Vögel tolle „Flaggschiffarten“ sind für artenreiches Gärtnern und warum ich nicht immer alles wieder so in meinen Büchern schreiben würde, wie es vor Jahren mal gedruckt wurde. Und: Warum dieser Newsletter sehr lang ist und ich euch mit reichlich Lesestoff versorge... (Spoiler: Als Vorrat. Weil er die nächsten Male kürzer ausfallen könnte.) |
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????Gut zu Vögeln, gut zu allen
Manchmal sage ich diesen etwas albern-zweideutigen Spruch, weil er Aufmerksamkeit schafft und gleichzeitig auf mein Lieblingsthema kommt.
"Ich bin nicht nur gut zu Vögeln. Ich bin Artenvielfalts-Schützerin und gut zu allen Tieren und Pflanzen."
Alle Tiere und Pflanzen sind gleich viel wert. Alle haben ihre Aufgabe in den Nahrungsnetzen der Natur. Wissen wir auch alle. Aber wir Menschen sind halt auch ein bisschen oberflächlich. Wir mögen Schönes. Und bunt gefiederte Gartenvögel sind nun einmal fantastische Sympathieträger. Sie sind Flaggschiffarten. Tiere, für die sich viele Menschen begeistern können. Das Schöne daran: Wenn wir Lebensräume für Vögel schaffen, profitieren unzählige andere Arten gleich mit. Käfer, Wildbienen, Schmetterlinge, Spinnen, Amphibien, Igel, Gartenschläfer und viele mehr segeln sozusagen im Windschatten der Vögel mit.
Genau deshalb zieren Vögel so oft meine Buchcover. Oder Schmetterlinge, Igel, irgendwas mit Fell. Deshalb habe ich nicht nur Gartenschläferhäuschen und Mauswieselwohnungen gecrowdfundet, die ich wichtig finde, weil es sie nicht überall gibt. Sondern auch Vogelhäuschen. Weil so viele von euch danach gefragt haben. Beim Crowdfunding im letzten Jahr waren sie sofort alle ausverkauft.
Nebenbei erwähnt: Von den Gartenschläferhäuschen und Igeltunneln gibt es noch einige wenige, von den Mauswieselwohnungen sogar noch etwas mehr.
Aber eben auch Vogelhäuschen. Weil so viele von euch danach gefragt haben. Und sie beim Crowdfunding letztes Jahr sie sofort alle ausverkauft waren. |
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???? Tadaaa! Die Vogelhäuschen sind da
Wie gesagt, die Vogelhäuschen waren so schnell ausverkauft, dass viele von euch leer ausgingen. Deshalb habe ich noch einmal nachgecrowdfundet. Ehrlich gesagt ist das jedes Mal ziemlich viel Arbeit und auch ein kleines Risiko – aber es macht eben auch großen Spaß.
Jetzt sind sie endlich angekommen.
Als Erstes arbeite ich alle Vorbestellungen ab. Das Packen und Verschicken wird also die nächsten Tage und Wochen einen großen Teil meiner Zeit in Anspruch nehmen. Keine Sorge: Es sind noch genügend Häuschen da.
Wer noch eines haben möchte, kann sich also ganz entspannt noch in die Vorbestellungsliste einreihen.
Wenn ihr ohnehin ein Vogelhäuschen haben möchtet, bestellt es am besten JETZT.
Dann bekommt ihr nicht nur noch den Vorbestellpreis, sondern helft mir auch ganz praktisch dabei, dass ich möglichst viele Kästen direkt vom Lieferwagen zu euch schicken kann und sie nicht erst ins Kellerlager schleppen muss.

Bis Ende nächster Woche gilt noch der Vorbestellpreis:
Statt 35 Euro 30 Euro
Auch das Dreier-Bundle (die "Spatzenkolonie") gibt es noch günstiger:
Statt 95 Euro 85 Euro
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???? Warum heißt es Dornröschenschloss?
Falls ihr neu dabei seid: Das Dornröschenschloss ist ein Nistkasten, den ihr ganz einfach entweder für Höhlenbrüter oder für Nischenbrüter nutzen könnt – je nachdem, wie herum ihr ihn aufhängt. Er besitzt eine kleine und eine große Öffnung und lässt sich dadurch flexibel einsetzen.
Genau dieses Vogelhäuschen war übrigens schon Titelmodell meines Buches „Ideenbuch Vogelhäuschen“ und ist später als Crowdfunding-Modell in Serie gegangen.
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???? Vogelhäuschen im Sommer? Unbedingt!
Nistkästen sind keine reine Frühjahrssache. Viele Vogelarten brüten auch jetzt noch ein zweites oder sogar drittes Mal. Rotkehlchen, Hausrotschwanz oder Amseln freuen sich über Nischenbrüterkästen. Spatzen brüten teilweise bis in den August und suchen Höhlen.
Außerdem ersetzen Nistkästen viele natürliche Baumhöhlen, die durch Stürme verloren gehen oder aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Solche Höhlen wachsen nicht in wenigen Jahren nach, sondern oft erst nach Jahrzehnten.
Und Nistkästen sind viel mehr als Kinderzimmer.
Nach der Brut dienen sie als Schlafplatz, als Schutz vor Gewittern und Sommerhitze. Auch Insekten, Nachtfalter, Gartenschläfer oder Siebenschläfer nutzen sie als Unterschlupf.
Damit die Tiere eure Kästen möglichst gut annehmen, gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten: Höhe, Ausrichtung, Reinigung, Nistmaterial und vieles mehr.
Ausführlich erkläre ich das im Blog und in meiner Aufhänge-Anleitung, die ihr euch kostenlos als PDF herunterladen könnt. |
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Lieber bleibt ein Nistkasten (vermeintlich) leer, als dass ein Tier leer ausgeht. |
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???? Buch des Monats: Ideenbuch Vogelhäuschen
Wie eben schon erzählt: Das Dornröschenschloss, das ihr als Crowdfunding-Nistkasten kennt, war ursprünglich das Titelmodell meines „Ideenbuchs Vogelhäuschen“.
Darin findet ihr natürlich nicht nur dieses eine Modell, sondern viele weitere Ideen – für Höhlen- und Nischenbrüter, Mauersegler, Upcycling-Projekte … |
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… und es gibt auch Nistkästen für den Balkon. Ja, auch dort funktioniert das. Vielleicht nicht ganz so perfekt wie im wilden Garten, aber viele von euch schicken mir immer wieder Fotos, wie gut auch Kästen auf dem Balkon angenommen werden. Dazu habe ich übrigens auch einen Blogartikel geschrieben, den ihr hier nachlesen könnt.
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???? Ein echter Buch-Fail
Im zweiten Teil des Buches geht es um Futterhäuser und Vogeltränken. Und genau dort hat sich leider ein ziemlich dicker Fehler eingeschlichen.

Auf den Illustrationen hängen tatsächlich Futterknödel im Netz. Oh je. Dabei erzähle ich doch das ganze Jahr, wie gefährlich genau das ist.
Bitte macht das nicht!
Weil sich die Vögel in den Plastiknetzen verheddern können beim Fressen, weil es die Plastikmenge in der Umwelt erhöht und weil die leeren Netze herumfliegen und teils in Nestern verbaut werden – das macht die Das macht Nester instabil, sie können leichter abrutschen, was die Küken gefährdet. Und die Nester werden ungemütlich, zu kalt oder zu warm, weil Plastikfetzen oder Wolle natürlich ein ganz anderes Raumklima bewirken als Zweiglein, fluffige Pflanzenfasern und Moos. Und: dünne Schnüre oder Netze können zu schweren bis tödlichen Verletzungen führen.
Deshalb BITTE:
Futterknödel immer ohne Netz anbieten. Es gibt passende Halter zu kaufen, man kann selbst etwas basteln – oder einfach einen alten Schneebesen zweckentfremden.
???? Und noch etwas: Kauft das Buch so oft wie möglich, dass bald eine Neuauflage erscheint. Dann kann ich diese Illustration endlich korrigieren lassen. Abgesehen von diesem Fauxpas finde ich das Buch nämlich nach wie vor richtig gelungen – besonders für alle, die gerne selber bauen. Zu meiner Ehrenrettung kann ich nur sagen: Es war eines meiner ersten Bücher. Damals habe ich mich noch nicht wirklich getraut, bei Illustrationen zu widersprechen. Ich war jung und brauchte das Geld. (Auch wenn man vom Bücherschreiben bekanntlich nicht reich wird.) |
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???? Noch ein kleiner Unterschied
Manche von euch wundern sich, wenn sie das Dornröschenschloss aus dem Paket holen. Es sieht nämlich etwas schlichter aus als das Häuschen auf dem Buchcover.
Das hat einen einfachen Grund: Ich liefere es bewusst ohne Dornenranken und rustikale Dachdekoration aus. Die könnt ihr ganz leicht selbst ergänzen – mit ein paar Ästen, etwas Totholz oder echten Dornenranken wird daraus im Handumdrehen euer eigenes Dornröschenschloss.
Außerdem hat das Crowdfunding-Modell vorne und hinten eine Öffnung. Im Buch müsst ihr euch beim Bauen vorher entscheiden, ob ihr einen Höhlen- oder einen Nischenbrüterkasten baut. Hier entscheidet ihr einfach beim Aufhängen: Soll die kleine Öffnung für Meisen und Spatzen nach vorne zeigen? Oder lieber die große Öffnung für Rotkehlchen und Hausrotschwanz? Das jeweils andere Loch könnt ihr verschließen, müsst es aber nicht. Hängt der Kasten direkt an einer Wand oder einem Baum, ist das meist gar nicht nötig. Frei aufgehängt hilft es den Vögeln aber bei der Orientierung – ob sie gemeint sind mit dem Kasten.
???? Lieber selber bauen?
Vielleicht möchtet ihr weder das ganze Buch kaufen noch einen fertigen Nistkasten. Und handwerkt gerne selbst: Dann habe ich auch etwas für euch. Ich habe auch ein kleines EBooklet mit der Bau-Anleitung zusammengestellt für das Dornröschenschloss – mit vielen zusätzlichen Tipps zum vogelfreundlichen Gärtnern.
Und wenn ihr nicht nur Vogelhäuser bauen möchtet, sondern gleich für viele Tierarten, dann schaut euch gern mein großes EBook „Wildnis zum Aufhängen“ an. Dort findet ihr neben dem Dornröschenschloss unter anderem Bauanleitungen für Bauwerke für Fledermäuse, Mauswiesel, Gartenschläfer, Igel, Kröten und viele weitere Arten. Und den Käferkeller gegen Schnecken auch.
Anders als beim gedruckten Buch (wegen Buchpreisbindung) kann ich euch auf die EBooklets übrigens auch einen Rabatt geben.
???? Großes EBook: statt 19 15 Euro
???? EBookletDornröschenschloss: statt 7 Euro 5 Euro
Die Aktion läuft auch bis Ende nächster Woche. |
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Wildnistipp der Woche:
Was brauchen Vögel noch, damit sie glücklich sind? |
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Erstens: Nistmaterial.
Was für uns Einrichtungshäuser sind, ist für Vögel und andere Tiere: die Wildnis. Viele hängen Nistkästen auf und wundern sich, wenn manche Kästen leer bleiben. Dann wird die Ausrichtung überprüft, die Höhe nachgemessen, vielleicht sogar der Standort gewechselt. Dabei fehlt oft etwas ganz anderes: Interieur.
Was ist gutes Nistmaterial?
- Moos und Flechten als Polsterung
- Brennnesselfasern, alte Disteln, Grashalme und andere Pflanzenfasern
- Laub. Laub und nochmals Laub.
- Reisig und kleine Zweige als Grundgerüst
- Matsch und Lehm zum Stabilisieren
- Kräuter mit ätherischen Ölen, die Parasiten fernhalten können
- Federn und Fellbüschel von Wildtieren – bitte keine Haustierhaare
Ausführlich nachlesen könnt ihr das ebenfalls im Blog: Welches Nistmaterial Vögel wirklich brauchen
Zweitens: ???? Vogelfutter pflanzen ist hundertmal besser als Vogelfutter ausstreuen
Generell – und vor allem im Sommer – ist Vogelfüttern leider oft nur gut gemeint, aber kaum wirklich gut zu machen. Selbst wenn man alle Hygieneregeln beachtet (wenn nicht, ist es natürlich eh schlecht), zeigen aktuelle Erkenntnisse, dass sich an Futterstellen im Sommer Krankheiten leichter verbreiten können. Die hohe Dichte an Vögeln und die sommerliche Wärme machen Futterstellen zu Sammel-, Brut- und Verteilstätten für Krankheitserreger.
Hier verlinke ich euch ein Interview mit einem NABU-Experten zum aktuellen Stand der Erkenntnisse:
Zum Interview: Warum Sommerfütterung heikel sein kann |
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???? Viele, viele Lieblings-Vogelfutterpflanzen
1. Wilde Karde Blüht über Wochen und lockt dicke Insekten an. Erst ernährt sie die Vögel mit Proteinen, später mit Samen. In ihren Blattachseln sammelt sich Regenwasser – eine Trinkstelle an heißen Tagen, über deren Reinigung ihr euch keine Gedanken machen müsst. Die Wilde Karde ist außerdem eine echte Schönheit. Sie sieht auch verblüht noch wunderschön aus. Deshalb fällt es leicht, sie über Herbst und Winter stehen zu lassen. In den Stängeln und am Pflanzenfuß können so viele Insekten überwintern – und später wieder Vögel ernähren. Das gilt übrigens auch für Wilde Möhre oder Herzgespann.
2. Disteln Auch Disteln sind toll. Hier finden Vögel Samen, außerdem fluffige Pflanzenfasern für ihre Nester.
3. Brennnesseln Brennnesseln sind sowieso die Stars. Nicht nur wegen der vielen kleinen Samen. Sie gehören zu den besten Raupenfutterpflanzen überhaupt und stecken voller Insekten – vom Brennnessel-Rüsselkäfer bis zur Kamelhalsfliege. So produzieren sie für Vögel nicht nur Samen, sondern auch tierisches Futter. Auch andere vermeintliche „Unkräuter“ wie Löwenzahn oder Klee sind deshalb unglaublich wichtig.
4. Efeu Die Früchte des Efeus reifen erst über den Winter – genau dann, wenn es sonst kaum noch frisches Vogelfutter gibt. Gleichzeitig ist Efeu das ganze Jahr über grün und bietet sichere Verstecke. Wenn er im Herbst blüht, gehört er zu den letzten großen Nahrungsquellen für Insekten. Schwebfliegen, Wespen, Schmetterlinge und Käfer kommen in Scharen – und werden wiederum zu Vogelfutter.
???? Aber! Efeu wuchert und braucht ewig bis zur Blüte?Nicht, wenn es Strauch-Efeu ist. Der blüht sofort, bleibt schön handzahm und lässt sich ganz einfach aus blühfähigen Trieben eines alten Efeus vermehren.
Hier kommt ihr zur Anleitung:Strauch-Efeu selbst ziehen
5. Weißdorn Weißdorn lockt mit seinen weißen Blüten unzählige Insekten an – Proteine fürs Frühjahr. Im Herbst folgen rote Beeren, Vitamine und Kerne für Amseln und Co. Und dann sind da noch die Dornen. Das pieksige Dickicht bietet hervorragende Nistplätze, sichere Schlafplätze und schnelle Verstecke vor Katzen, Mardern oder Greifvögeln. Im Weißdorn sind Vögel gut geschützt und können nicht einfach von der Futterstelle oder vom nackigen Rasen gepflückt werden. Das gilt übrigens genauso für Rosen, Brombeeren, Schlehen und alles andere, was piekst und kleine Vögel, Gartenschläfer oder Spitzmäuse durchlässt – die größeren Räuber aber nicht.
???? Noch mehr Vogelfutterpflanzen
- Wegwarte – Samen für Finken, hervorragende Insektenpflanze, viele Raupen und Käfer als Vogelfutter.
- Rainfarn – zahlreiche spezialisierte Käfer und Fliegen, Winterquartier an den Stängeln, indirekt wichtiges Vogelfutter.
- Königskerze – Samen für Finken, Blüten voller Insekten, markhaltige Stängel als Winterquartier für Wildbienen und Käfer.
- Schafgarbe – Samen für Körnerfresser, Blätter als Nistmaterial.
- Klette – Samen für Finken und andere Körnerfresser, viele Insekten an Blüten und Blättern, Stängel als Winterquartier.
- Färberkamille – Samen für Finken, Blüten für zahlreiche Bestäuber, Stängel als Winterquartier.
- Margerite – Samen für Finken, viele Blattläuse, zahlreiche Bestäuber und Käfer, trockene Stängel als Winterquartier.
- Pfaffenhütchen – Früchte für Rotkehlchen, Drosseln und andere Vogelarten, Raupenfutterpflanze, dichtes Gehölz als Versteck und Nistplatz.
- Holunder – Beeren für über 60 Vogelarten, Blüten voller Insekten, dichtes Gehölz zum Brüten und Verstecken.
- Liguster – Beeren für Amseln, Drosseln und Mönchsgrasmücken, viele Insekten an den Blüten, dichte Hecke als Schutz vor Katzen und Greifvögeln.
- Hasel – Nüsse für Eichelhäher, Kleiber und andere Arten, frühe Pollenquelle für Insekten, dichtes Gehölz als Brut- und Schlafplatz.
- Fenchel – Samen, Raupenfutter zum Beispiel für den Schwalbenschwanz, Blüten für Schwebfliegen und Wildbienen.
- Ampfer – viele Blattläuse, lockt Ameisen an und ernährt so indirekt sogar den Grünspecht.
- Natternkopf – Samen für Finken, eine der besten Bienenpflanzen und damit auch eine hervorragende Insektenquelle für Vogelküken.
- Wilde Malve – Raupenfutter für verschiedene Schmetterlinge, Blüten für Wildbienen.
- Wasserdost – Schmetterlingsmagnet, viele Insekten als Futter für Vogelküken, Stängel als Winterquartier.
- Beifuß – Samen für Körnerfresser, wichtige Raupenpflanze und Winterquartier für zahlreiche Insekten.
Viele davon machen erstaunlich wenig Arbeit, weil sie sich, einmal eingewachsen, ganz von selbst erhalten – und sich gleichzeitig nur selten so stark ausbreiten, dass sie einem auf die Nerven gehen, wie Giersch oder Zaunwinde.
Noch schöner: Die Tiere helfen oft mit. Ameisen tragen Samen weiter, Vögel verteilen Früchte und vieles findet ganz von allein seinen Lieblingsplatz.
Wenn ihr mehr darüber lesen möchtet, habe ich hier noch einen Lese-Tipp für euch: Lasst das mal die Blumen machen – ein Garten, der sich selbst gestaltet |
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???? Sieht das nicht etwas wild aus?
Dann lasst euch doch für mein Wildnis-Schild zertifizieren. Damit zeigt ihr: Dieser Garten oder Balkon sieht nicht zufällig so aus. Sondern ganz bewusst. Als Vorbild für einen Garten, der nicht nur gut zu Vögeln ist – und vor allem nicht nur gut gemeint. Sondern gut für alle Arten. In einem Garten voller Vogelfutterpflanzen und einem Wildnisgarten finden übrigens auch Vögel Futter, die gar keine Körner mögen. Der Grünspecht bekommt seine geliebten Ameisen und Schwalben finden fliegende Insekten. Und noch viele, viele andere Arten profitieren davon. |
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Außer eine Art. Die werdet ihr dann wahrscheinlich deutlich seltener sehen: Ratten.
Die halten nämlich nicht besonders viel davon, Samen aus der Wilden Möhre zu picken oder Raupen am Pflanzenfuß einzusammeln. Wo kein reichliches Angebot an Körnern und Futterknödeln herumliegt, lohnt sich der Besuch für sie oft gar nicht. Vogelfutterpflanzen verhindern am Ende auch, dass irgendwann Gift ausgelegt wird von irgendjemand, um die mit bester Vogelliebe angelockten Ratten wieder loszuwerden – mit deutlich größerem Schaden für die Natur.
Zum Thema Ratten habe ich im Blog deshalb ein ausführliches FAQ geschrieben. Nicht, um Ratten zu verniedlichen – auch wenn ich sie für faszinierende Tiere halte. Sondern weil viele Sorgen auf Halbwissen beruhen und viele Maßnahmen entweder nichts bringen oder mehr Schaden anrichten als die Tiere selbst.
Hier könnt ihr den Beitrag lesen: Zum großen Ratten-FAQ
Und wenn ihr euch fragt, ob da überhaupt Ratten buddeln oder vielleicht doch Maulwürfe oder Wühlmäuse, dann hilft euch dieser Artikel weiter: Wer buddelt da eigentlich? Maulwurf, Wühlmaus oder Ratte? |
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???? Bis zum nächsten Mal
Das war heute ganz schön viel.
Herzlichen Glückwunsch an alle, die bis hier gelesen haben. Ich habe diesen Newsletter aber auch ein bisschen auf Vorrat geschrieben, falls die nächsten etwas kürzer ausfallen. Dafür habt ihr heute reichlich Lesestoff bekommen und könnt euch die Artikel ganz in Ruhe nach und nach vornehmen. Denn in den nächsten Wochen werde ich erst einmal viele Vogelhäuschen packen und verschicken. Gleichzeitig beginnen bei uns die Ferien und im Hintergrund bekommt auch meine Website und mein Shop eine kleine Renovierung.
Hebt euch diesen Newsletter also ruhig auf. Und wenn ihr später einmal einen bestimmten Newsletter sucht: Im Newsletter-Archiv könnt ihr alle noch einmal nachlesen.
Vielen Dank an Anke B., die mir einen Teil der tollen Fotos zur Verfügung gestellt hat.
Bis nächste Woche! Da ist dann der Licht-Aus-Juli geplant. Es wird um Lichtverschmutzung gehen, und ihr bekommt eine genaue Anleitung, wie ihr euren Garten mit Technik, ohne Solarlampen und möglichst gut bepflanzt „lichtsauber“ machen könnt. So dass es für euch und für die Insektenwelt schön ist (und für Vögel natürlich auch). Und dass ihr vielleicht Glühwürmchennächte erleben könnt.
Sigrid |
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